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Ob du mit deinem Nebengewerbe noch als Kleinunternehmer behandelt wirst, ist in erster Linie von deinem Umsatz abhängig. Der Umsatz darf im laufenden Geschäftsjahr nicht über 100.000 Schweizer Franken liegen. Diese Kleinunternehmerregelung ist für alle geeignet, die sich ein zweites Standbein zusätzlich zu ihrer Haupttätigkeit schaffen möchten. Möchtest du hingegen als Existenzgründer eine richtige Firma gründen, hast du diese Umsatzgrenze meist schnell überschritten. Laut Definition unterliegen Kleinunternehmer nicht der Regelbesteuerung, sondern dürfen weder Steuer ausweisen noch vom Finanzamt zurückverlangen.
Nicht verwechseln solltest du den Kleinunternehmer mit dem Kleinstunternehmer. Das Kleinstunternehmen hat weniger als zehn Mitarbeiter und erreicht im Jahr einen Umsatz von weniger als zwei Millionen Euro. Ein Kleingewerbe ist ein Betrieb, der nicht im Gewerberegister eingetragen sein muss. Dennoch können einige Voraussetzungen für alle drei Unternehmensformen ähnlich sein und sich überschneiden.
Für welche Rechtsform du dich entscheidest, bleibt dir relativ frei überlassen. Folgende Optionen stehen dir zur Auswahl:
Als Freiberufler hast du zum Beispiel den Vorteil, dass du keine Gewerbeanmeldung benötigst. Entscheidest du dich für den eingetragenen Kaufmann (e. K.), die GbR, die UG oder die GmbH, musst du die Stammeinlagen beachten, die zu tätigen sind.
Dein wesentlicher Vorteil als Kleinunternehmer ist, dass deine Buchführung recht einfach ausfällt. Du darfst deinen Kunden keine Umsatzsteuer berechnen, sodass du deine Waren oder Dienstleistungen günstiger als die Konkurrenz anbieten kannst. Die monatliche Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt entfällt dementsprechend ebenso. Insgesamt bedeutet das für dich weniger Bürokratie und Verwaltungsaufwand. Natürlich hat die Regelung aber auch einige nennenswerte Nachteile. Dadurch, dass du keine Umsatzsteuer berechnen kannst, kannst du natürlich auch keinen Vorsteuerabzug geltend machen und Vorsteuer vom Finanzamt zurückfordern. Dieser Anspruch entfällt. Auch musst du jedes Kalenderjahr aufs Neue prüfen, ob die Kleinunternehmerregelung für dich noch gilt. Ergibt sich mehr Umsatz, als du dir errechnet hast, wird eine Umsatzsteuernachzahlung an das Amt fällig. Nicht nur auf dem Geschäftskonto wird es komplizierter, wenn du nicht mehr unter die Kleinunternehmerregelung fällst: Du musst dann auch alle Kunden und Geschäftspartner darüber informieren und deine Preise ändern.
Auch als Kleinunternehmer musst du dich beim Finanzamt anmelden. Das kannst du aber erst dann, wenn dein Unternehmen bereits steht und du einen Businessplan vorlegen kannst. Entsprechende Zahlen aus diesem Plan will das Finanzamt bei deiner Anmeldung zwingend sehen. Mit Hilfe des Businessplans beurteilt das Finanzamt die Erfolgsaussichten deines Unternehmens. Der Businessplan ist wie folgt aufgebaut:
Um dich beim Finanzamt anzumelden, benötigst du auch einen Gewerbeschein. Ihn erhältst du beim zuständigen Gewerbeamt.
Bei deiner Rechnung musst du im Prinzip alles beachten, was eine grössere Firma auch muss. Wichtig ist, dass du unter die Rechnung vermerkst, dass aufgrund der Kleinunternehmerregelung kein Umsatzsteuerausweis erfolgt. Folgende Angaben müssen ebenso zwingend auf deiner Rechnung zu finden sein:
Zudem sollte bei Privatpersonen ein Hinweis auf der Rechnung sein, dass der Rechnungsempfänger die Pflicht hat, den Beleg zwei Jahre lang aufzubewahren. Damit unterscheiden sich die Anforderungen einer ordnungsgemässen Rechnung nicht sehr von der eines umsatzsteuerpflichtigen Unternehmens. Der Aufwand für das Erstellen der Rechnung ist also gleich hoch.
Die meisten Kunden kaufen gerne bei Kleinunternehmen und ziehen diese einem grossen Unternehmen vor. Ein wichtiger Grund dabei ist sicher, dass sie Steuern sparen und die Waren und Dienstleistungen insgesamt günstiger angeboten werden. Wenn du als Kleinunternehmer deine Waren und Dienstleistungen vorrangig Endverbrauchern und Privatkunden anbietest, kannst du deutlich günstiger sein als deine Konkurrenz. Unternehmen hingegen werden vermutlich lieber bei einem anderen Anbieter kaufen, der auf seiner Rechnung Umsatzsteuer ausweist. Diese können sie dann als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen und in Abzug bringen.
Für Unternehmen stehen bestimmte Berechnungssysteme zur Verfügung, die es erlauben, die Kosten genauer zu überblicken und auch für grössere Anschaffungen oder Produktionsmengen zu definieren. So nutzen Betriebe das Konzept der Grenzkosten, um die optimale Menge eines bestimmten Produkts zu berechnen, wobei damit immer diejenigen Kosten gemeint sind, die entstehen, wenn das Produkt in grösserer Einheit produziert wird. Einen Überblick über das Konzept geben wir hier.
Immobilien gehören in der Schweiz zu den Sachwerten, die beim Aufbau von privatem Vermögen nicht fehlen sollten. Als Käufer hast du die Wahl, ob du dein Geld in einen Immobilienfonds einbringen willst oder eine Eigentumswohnung oder ein Haus zur Selbstnutzung oder zur Vermietung erwirbst. Da mit dem Kauf einer Immobilie Rechte und Pflichten verbunden sind, will er gut überlegt sein. Doch wie gehst du vor, wenn du auf der Suche nach dem perfekten Objekt bist, das sich einerseits in einer guten Lage befinden, andererseits aber auch bezahlbar sein soll?
Arbeiten, wann und wo du willst. Gleichzeitig jede Menge Geld verdienen. Dich selbst verwirklichen. Der Traum vom Arbeiten als Freiberufler beschäftigt so manchen Arbeitnehmer in Unternehmen verschiedener Grössenordnung. Dabei ist der Sprung in die Selbständigkeit meist harte Arbeit. Denn aus einem kompetenten Mitarbeiter, der seinem Arbeitgeber spezialisierte Skills anbietet, wird plötzlich ein All-Round-Geschäftsmann. Buchhaltung, Gewerbesteuer, Kundenakquise und Arbeitsrecht sind für Freiberufler tägliches Brot. Wie der Einstieg als Existenzgründer gelingen kann, erfährst du hier.
Eine Firma zu gründen, will gründlich überlegt sein. Die Gründung eines Unternehmens geht mit sehr vielen Pflichten und Aufgaben einher. Bevor es an die Herstellung von Produkten oder die Bereitstellung von Dienstleistungen geht, gilt es vorab einige Fragen zu beantworten. Einer der wichtigsten Aspekte der Firmengründung ist die Beschaffung von Kapital. Noch vor dem ersten Handgriff muss die Finanzierung stehen. Wie du beim Gründen einer Firma in der Schweiz am besten vorgehst, erfährst du hier!
Das Tagesgeld gilt als eine sichere und trotzdem flexible Geldanlage ergänzend zum Girokonto. Während dieses laufende Einnahmen und Abgaben regelt, aber kaum Zinsen abwirft, lässt sich mit einem Tagesgeldkonto über einen längeren Zeitraum sparen. Gleichzeitig hast du jederzeit Zugriff auf das Geld. Alles, was du über Tagesgeld wissen solltest, haben wir im Folgenden zusammengestellt.
Wenn wir den Begriff „Revision“ hören, denken wir meist zuerst an das Rechtsmittel zur Überprüfung eines Gerichtsurteils. Das Wort setzt sich aus den lateinischen Silben -re für: zurück, und -videre für: sehen, zusammen. Videre steht auch als Synonym für Überprüfung oder Rückschau. Und das trifft die Sache eigentlich im Kern. Mit dem Revisionsbericht soll überprüft werden, ob ein Unternehmen sinnvoll arbeitet und sich an geltende Gesetze hält. Aber wer prüft das, und für wen ist der Bericht gedacht? Hier haben wir die wichtigsten Fakten dazu für dich zusammengestellt.